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Werbekampagne zum Stadtmarketing stoppen!

Die SPD-Fraktion bleibt dabei: Werbekampagne zum Stadtmarketing stoppen!

Die SPD-Fraktion ist froh, dass sie durch ihren Antrag an den OB das Schlimmste verhindern konnte. „Wir sind schon sehr verwundert, dass es in der heutigen Zeit verwaltungsintern überhaupt angedacht werden konnte, mit so einer schlüpfrigen und spätpubertären Kampagne für Ulm zu werben und dass hier keine verantwortliche Person frühzeitig die Notbremse gezogen hat“ sagt Martin Rivoir. Nach Auffassung der SPD-Fraktion wird diese Kampagne auch durch das Zurückziehen der beiden schlimmsten Plakate nicht besser. Sie sei grafisch einfach schlecht, wecke keinerlei Emotionen für Ulm und könne so für jede andere Stadt, egal ob Wanne-Eickel oder Rosenheim Werbung machen. Der SPD-Fraktion ist es peinlich, dass Ulm mit so einer Kampagne in der Region Werbung machen will. „Lieber keine Kampagne als diese. Auch ist für uns das Argument, dass man jetzt schon viel Geld in die Kampagne gesteckt habe, nicht relevant. Denn das jetzt Vorgeschlagene ist kontraproduktiv!“ sagt Martin Rivoir. Deshalb fordert die SPD weiterhin einen sofortigen Stopp dieser Kampagne und eine Neuausschreibung. Auch sei frühzeitig der gemeinderätliche „Arbeitskreis Stadtmarketing“ hinzuzuziehen. Dieser sei bei der jetzigen Planung überhaupt nicht einbezogen worden. Insofern liegt die volle Verantwortung auch für umsonst ausgegebenes Geld bei der Verwaltung.

Die SPD-Fraktion fühlt sich vom gestrigen Innenstadtforum bestärkt: Der dort vortragende Ulrich Eggert hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass man für die Ulmer Innenstadt Emotionen wecken müsse. Und dies gehe eben nicht mit ein paar belanglosen Kreisen auf Citylight-Postern.

Der Antrag im Wortlaut:

Werbekampagne „ulm erleben“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

am Montag haben Sie die neue Stadtmarketing-Werbekampagne zur Erreichbarkeit von Ulm angekündigt. Wir waren, gelinde gesagt, entsetzt. Diese Kampagne hat weder Niveau, noch ist sie zielführend. Auch sind wir der Meinung, dass Ulm es nicht nötig hat, auf diese zum Teil „schlüpfrige und spätpubertäre“ Art und Weise für sich Werbung zu machen. Wir sind der Meinung, dass dies so nicht geht!

Der Bundesverkehrsminister erntet gerade viel Kritik für eine Kampagne für das Nutzen mit Fahrradhelmen mit sehr knapp bekleideten Menschen. Mit den bemüht lustigen Pennäler-Witzen der Kampagne werden Sie Herrn Scheuer bei der negativen bundesweiten Publicity übertreffen.

Auch sind wir mit der grafischen Gestaltung nicht einverstanden. Dieses Erscheinungsbild hat nichts mit den Ulmer Grundsätzen für Gestaltung in der Tradition der HfG zu tun.

Wir sind der Meinung, das bei dieser Kampagne das Monopoly-Prinzip gelten muss: „Gehen Sie zurück auf Los!“

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Kühne
Fraktionsvorsitzende

Martin Rivoir MdL
Stadtrat

Dr. Dagmar Engels
stv. Fraktionsvorsitzende

Dr. Haydar Süslü
stv. Fraktionsvorsitzender

Katja Adler
stv. Fraktionsvorsitzende

Dr. Brigitte Dahlbender
Stadträtin

Martin Ansbacher
Stadtrat

Georgios Giannopoulos
Stadtrat

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