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Schmutziges Stadtbild

An vielen Stellen ist unsere Innenstadt schmutziger als sie sein müsste. Natürlich liegt es meistens an Leuten, die sich nicht an Regeln halten. Manche Dinge könnten aber auch längst von den zuständigen städtischen Einrichtungen repaiert worden sein:

Schmutziges Stadtbild

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

auch nach dem Lock Down ist unsere Stadt an leider vielen Stellen schmutzig und unwirtlich.

Die Ulmer:innen benutzen eigentlich gern die Mülleimer in der Stadt. Diese sind jedoch zu häufig übervoll und Müll sammelt sich in Folge rund um die Mülleimer. Wenn die EBU aus personellen Gründen nicht häufiger leeren könnten, müssten größere Abfallkörbe angeschafft werden. Dies sieht man nicht nur am Donauufer, sondern auch beispielsweise am Treffpunkt am Brunnen Glöcklerstraße. Hier bieten die ansässigen Eisdielen recht wenige Mülleimer für die Kunden an, der Kebab-Grill überhaupt keinen. Ebenso war die Deutschhausgasse regelmäßig garniert von den Zellophan-Hüllen der Bubble-Tea-Strohhalme. Einen Mülleimer sucht man bei diesem Händler ebenso vergebens. Zu kleine Mülleimer stehen auch am Lautenbergufer oder auf der kleinen Blauinsel. Dort quellen oft die vorhandenen Mülleimer direkt neben dem Spielplatz über. Störend sind auch Mülltonnen von Anwohner:innen, die nach der Leerung nicht weggeräumt werden und daher regelmäßig überquellen, so in der Bahnhofstraße, am Lederhof oder in der Mohrengasse. Manche Anwohner:innen scheinen ihre Tonnen generell dauerhaft im öffentlichen Straßenraum zu lagern.

In der kompletten Bahnhofstraße funktioniert nicht eine der vorhandenen Straßenlaternen. In der Hirschstraße ist die Beleuchtung ebenfalls immer noch nicht ausreichend.

In der Bahnhofstraße ist auch seit Monaten ein Betondeckel für einen Versorgungsschacht zerbrochen. Dort wurden rot-weiße Absperrbaken aufgestellt, mehr geschieht nicht. Die gelben Unkrautblümchen, die im Sommer dort im Pflaster blühten, verschönerten es nicht ausreichend. Daneben ist ein Baumrondell seit vier Jahren eingezäunt. Bei einer abendlichen Stadtbegehung des „Runden Tisches öffentliche Sicherheit und Ordnung“ wusste selbst die Ortspolizeibehörde nicht, wer die Einzäunung veranlasst oder genehmigt hatte. Dies war zu dem Zeitpunkt, als sich die Händler der Bahnhofstraße über das Klientel der Drogenkranken beschwerten. Mittlerweile ufert die Bepflanzung im Rondell aus und passt zum nachlässigen Erscheinungsbild der Bahnhofstraße.

In der Bahnhofstraße scheint die Verwaltung auch die Problematik der Bettler:innen nicht in den Griff zu bekommen. Ulm hat eigentlich klare Regeln in der Polizeiverordnung und den Richtlinien für Straßenmusik. Letztere gehört zwar auch in gewisser Form zu einer lebendigen Stadt. Doch Klagegesänge von Bettlerinnen oder „vorgebliche Musik“ von Musikanten, die stundenlang dieselben zwei Lieder ohne Unterlass spielen, fallen wohl eher unter das Verbot von aggressivem Betteln in der Polizeiverordnung.

Wir bitten die Verwaltung darum, diese Zustände abzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Dorothee Kühne
Stadträtin