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Grüne Gärten anstelle von „Steinwüsten“

An immer mehr Wohnhäusern, aber auch verteilt über die Stadt kann man beobachten, dass vermeintlich pflegeleichte Steingärten anstelle von Vorgärten oder Grünanlagen angelegt werden. Natürlich kann man niemand mehr nachträglich auffordern, stattdessen Rasen, Sträucher und Bäume zu pflanzen. Aber bei zukünftigen Baugebieten kann die Stadt dies ausschließen:

Verhinderung von Steingärten

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Steingärten kommen immer mehr in Mode, auch in Ulm ist dieser Trend zu beobachten. Sie seien pflegeleicht und unkrautfrei, wobei wir zumindest letzteres bezweifeln.

Was immer mehr Hausbesitzer schick und praktisch finden, entpuppt sich jedoch zusehends als Problem – für die Artenvielfalt und das Stadtklima. Der Trend hin zu einer „Versteinerung der Stadt“ muss gestoppt werden.

Bedenklich finden wir auch, dass die wenigen Pflanzen in Steingärten nach Beobachtung von Fachleuten bspw. des NABU vor allem Neophyten sind, welche durch Aussamung die heimischen Pflanzen verdrängen. Die Steine stammen zudem oft gar nicht aus hiesigen Quellen, sondern aus Asien.

Naturnahe, strukturreiche (Haus-)Gärten und Grünflächen sind enorm wichtig für das Klima und die Artenvielfalt. Steingärten heizen sich dagegen stärker auf und speichern die Wärme. Der Boden wiederum kann kein Wasser speichern und es fehlen große Pflanzen, die Schatten spenden.

Wir beantragen deshalb – wie im letzten Ausschuss angekündigt – in Bebauungsplänen zukünftig die Einrichtung von Steingärten auszuschließen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ansbacher
Fraktionsvorsitzender

Dorothee Kühne
Stadträtin