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Entschärfung der rasenden Radler

Ulmer Steige bekommt neue Beschilderung

Der südliche Mähringer „Ortsteil“ am Fuß des Eselsbergs hat nur rund ein Dutzend Häuser. Dennoch waren die Anwohner mit einem Verkehrsproblem geplagt: Radfahrer, vor allem Mountainbiker, kamen viel zu schnell die „Ulmer Steige“ herunter. Das schmale Sträßchen, die sich auf den Eselsberg hinaufschlängelt, ist eigentlich grundsätzlich für alle Fahrzeuge gesperrt. Nur die Anwohner dürfen bis zu ihren Häusern und ab dem Ende der Bebauung ist die Steige dem landwirtschaftlichen Verkehr vorbehalten. Grundsätzlich gesperrt, das beinhaltet auch Fahrradfahrer. So sah es die Ulmer Straßenverkehrsbehörde, die von den Anwohnern um Hilfe gebeten wurde. Wo keine Räder fahren dürfen, dürfen auch keine Radler rasen. Schilder sind seit Jahrzehnten montiert, Problem gelöst. So die Theorie der Verwaltung, die sich die Ulmer Steige im April bei einer Verkehrsschau angesehen hatte. Allerdings dürften sich die Mähringer gern an die Bürgerdienste wenden, die schließlich kontrollieren sollten, dass kein Fahrrad unberechtigt die Straße benutzt.

Nun nutzen aber auch viele Mähringer die direkte Verbindung zum Bundeswehrkrankenhaus, zur Uni West oder dem Science Park, um umweltfreundlich mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Die seien aber gar nicht das Problem, sagten die Anwohner bei einem Ortstermin Mitgliedern der SPD-Fraktion. Nach einem Pressebericht über das Ärgernis waren Doro Kühne, Martin Rivoir und Martin Ansbacher nach Mähringen gekommen und informierten sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Dietmar Wegerer und Ortschaftsrat Joachim Diener bei den Anwohnern. Die SPD setzte sich beim Chef der Hauptabteilung Verkehr, Michael Jung für eine Verbesserung der Situation ein. Erneut gab es eine Verkehrsschau unter Einbeziehung der Verkehrspolizei. Ergebnis: Fahrradfahrer dürfen nun zwar ganz offiziell die Ulmer Steige benutzen. Bergab wird jedoch zukünftig mit einem deutlichen Schild „Achtung Fußgänger“ auf die Gefahr erkennbarer hingewiesen und zudem die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Dadurch wird der bergab fahrende (Rad-)Verkehr auf die beginnende Wohnbebauung und damit der Gefahr von Fußgängern auf der Fahrbahn aufmerksam gemacht. Die neuen Schilder sollen bis Ende Oktober montiert sein.