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8. Oktober 2011

Verkehrsregelung Neutorbrücke – die Antwort des OB

Die Verkehrsregelung über die Neutorbrücke während der SWU-Bauarbeiten war im September Anlass für einen Brief an den OB. Hier nun seine Antwort:

Baumaßnahme Neutorbrücke — neue Verkehrsführung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihren Antrag hat die Stadtverwaltung zum Anlass genommen, die Situation an der Neutorbrücke mit den Beteiligten SWU als Baustellenverursacher, Polizei, Bürgerdienste und Verkehrsplanung zu prüfen. Das Ergebnis stellt aus unserer Sicht die von Ihnen geforderte Verbesserung der verkehrlichen Situation dar. Die Interessen aller Betroffenen gleichermaßen zu bedienen ist bei Verkehrsbelangen aufgrund widersprüchlicher Ziele leider nicht möglich.

Und hier nun die gute Nachricht von der SWU-Baustelle an der Neutorbrücke: Ab kommenden Samstag (08.10.2011) wird der Verkehr wieder von der Kienlesbergstraße in die Michelsbergstraße und umgekehrt fahren dürfen. Im Gegenzug wird zur Vermeidung von Rückstaus für den Linienbusverkehr an der schwierigen Einmündung Neutorbrücke (Nord) – Kienlesbergstraße – Michelsbergstraße das Einfahren auf die Neutorbrücke für den Individualverkehr vollständig untersagt. Die Neutorbrücke steht damit für die weiteren Bauphasen der SWU-Tunnelbaustelle in beiden Richtungen ausschließlich dem Linienbusverkehr zur Verfügung, um die Bushaltestellen und den gesamten Fahrplan auf den hochfrequentierten Linien aufrecht erhalten zu können. Die Stärkung des ÖPNV in diesem Bereich kommt den Mobilitätsbedürfnissen aller Verkehrsteilnehmer zugute, da der Umstieg von ÖPNV-Nutzern auf den privaten PKW vermieden werden kann. Im Bereich Karlstraße/Neutorstraße ändert sich an der bestehenden Verkehrsregelung nichts.

Eine weitere gute Nachricht kommt von der SWU: Die Stadt ist auf den Bauträger zugegangen, die Bauzeit zu verkürzen und die Auswirkungen zu minimieren. Die ursprünglich bis Mitte Dezember geplante Baumaßnahme ist wahrscheinlich bereits Mitte November beendet und damit die Neutorbrücke deutlich früher wieder normal befahrbar; voraussichtlich ab dem 20. November und damit vor dem ersten Adventswochenende.

Seit dem 8. August 2011 besteht die Baustellensituation an der Neutorbrücke. Von Anfang an hatte die (TeiI-)Sperrung der Brücke zu Diskussionen geführt. Die Verkehrssituation wurde daraufhin von Stadtverwaltung und Polizei erneut analysiert. Sowohl Hinweise von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern als auch aus den Stadtratsfraktionen, dass die zunächst eingeführte Verkehrsregelung schwer verständlich sei und kaum beachtet werde, wurden bei den jetzigen Änderungen mit berücksichtigt.

Die bisherige Verkehrsführung war zur großräumigen Umfahrung des Michelsberges vorgesehen worden. Der Michelsberg ist durch den Schleichverkehr über Michelsbergstraße und Eythstraße stark belastet. Als Klinikbereich wird hier schon seit Jahren eine Verkehrsberuhigung angestrebt. Hierzu wurde die Michelsbergregion als Ruhezone ausgewiesen und seit Jahren mit großen Hinweistafeln an den Zufahrten beschildert. Dieses Ziel wurde nun in Abwägung mit den Mobilitätsbedürfnissen der Anlieger des Michelsbergs schwächer gewichtet.

Wie die Polizei erklärte, sei die geänderte Verkehrsregelung nicht nur klarer, sondern auch besser kontrollierbar. Sie weißt darauf hin, dass aufgrund des zu erwartenden höheren Verkehrsaufkommens in der Ost-West-Achse verbotene Abbiegevorgänge nicht mehr tolerierbar seien und die Einhaltung der Regelung konsequent überwacht werde.

Das Ziel der städtischen Verkehrsplanung ist stets, eine für alle Verkehrsteilnehmer ausgewogene Verkehrsführung zu ermöglichen. Aufgrund der vielfältigen und oftmals gegensätzlichen Interessen ist niemals eine für jedermann optimale Lösung vorhanden. Die in diesem Verfahren beteiligten Verkehrsbehörden haben die vorhandenen Zielkonflikte sorgfältig abgewogen.

Freundliche Grüße
Ivo Gönner

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