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Pappeln müssen leider gefällt werden

Während unserer Fraktionssitzung fiel unserer Stadträtin Anja Hirschel ein Tweet auf, der die Genehmigung der Fällung der Pappeln an der Blau im Dichterviertel kritisiert. Eine Anfrage an die Verwaltung, wie es dazu kommen konnte, war bereits formuliert, da erreichte uns, ebenfalls während der Fraktionssitzung, eine eMail des Baubürgermeisters:

Leider hat sich im Zuge der Baumaßnahmen in der Gartenstraße herausgestellt, dass wegen der geringen Tiefe der Wurzeln die sehr schönen Pappeln in der Gartenstraße nicht gehalten werden können. Das tut uns sehr leid, insbesondere, da wir uns über den gesamten Prozess hinweg bemüht haben, diese trotz ihres hohen Alters (Restlebensdauer wäre vermutlich nur noch 20 Jahre, maximal 30 Jahre gewesen und die Windbruchgefahr bei alten Pappeln ist extrem groß) oder gerade wegen ihres hohen Alters und der prägnanten Ausbildung zu halten. Es hat sich nun beim Öffnen der Oberflächen herausgestellt, dass diese definitiv nicht zu halten sind. Und wir müssen aus Artenschutzgründen leider auch sehr schnell reagieren, da es uns ansonsten den Bauzeitenplan vollkommen durcheinanderwirft.

Wir sind aber schon dabei, die Planung so anzupassen, dass es nachher wieder eine Baumreihe gibt, die besser mit den aktuellen Anforderungen an einen Straßenaufbau zusammengeht.

Folgende PM werden wir heute noch rausgeben:

„im Laufe dieser Woche werden in der Gartenstraße im Dichterviertel sieben große Pappeln gefällt. Die Baumfällarbeiten sind notwendig geworden, nachdem sich beim Ausbau des alten Straßenbelags unerwartet gezeigt hatte, dass alle Bäume sehr knapp unter der Oberfläche wurzelten, die Wurzeln in Richtung Blauufer dagegen nur schwach ausgebildet waren. Die Fachleute sind sich einig, dass die Standsicherheit der hohen, aber inzwischen auch sehr alten Bäume irreparabel beeinträchtigt ist und die Fällung unumgänglich.

Die Sanierungstreuhand als Trägerin der Maßnahme im Sanierungsgebiet plant als Ausgleich Ersatzpflanzungen vor Ort. Die unmittelbaren Anwohner werden direkt über die Rodungsarbeiten informiert.“

Die Stadtverwaltung und deren Sanierungstreuhand als Bauherrin haben also gewiss nicht fahrlässig oder mutwillig gearbeitet und werden selbstversätndlich für einen Ersatz sorgen.