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Kulturschaffende fördern!

Viele kulturelle Veranstaltungen sind ausgefallen, weitere werden noch lange nicht stattfinden können. Deswegen muss möglich gemacht werden, was möglich ist und die kulturell Tätigen gefördert werden:

Förderung der Kulturschaffenden

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

für viele kulturell tätige Menschen wird der Corona-Lockdown wohl länger dauern als für andere Bereiche. Zwar dürfen Museen und Galerien, Bibliotheken und Musikschule wieder öffnen, doch Veranstaltungen mit einem größeren Publikum bleiben noch länger untersagt. Unter allen Künstlern trifft dies besonders Musikerinnen und Musiker wie auch Tänzerinnen und Tänzer. Gravierend ist dabei, wie die Einschränkungen seitens der Landesregierung entschieden und kommuniziert werden: meist sehr kurzfristig und im Zwei-Wochen-Rhythmus. Damit gibt es keine Planungsmöglichkeiten, von Planungssicherheit ganz zu schweigen.

Andererseits wird uns immer deutlicher, dass Kultur nicht nur ein Lebensmittel ist, sondern ein Lebenselixier, das beglückt, beflügelt, zusammenführt. In Anbetracht der mittlerweile wieder geöffneten Geschäfte wird deutlich, dass die Möglichkeit zu kaufen, den Konsum alleine nicht stimuliert. Auch die Stimmung der Menschen in der Stadt muss stimmen und die lebt von kreativen Impulsen, die im Normalfall auch von Künstlerinnen und Künstlern ausgehen.

Die Abteilung Kultur der Stadt ist in dieser Situation absolut nicht untätig. Mit ihrer Entscheidung, in die Planung für die Kulturnacht am 20. September einzusteigen, hat sie ein genau richtiges und wertvolles Signal gesetzt. Außerdem sind die Abteilungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter im Gespräch mit freien Kulturschaffenden und ihrer Vertretung. Als nächster Schritt, so hoffen wir, wird grünes Licht – und damit Planungssicherheit – für die Veranstaltungen der Ulmer Kultur auf der Wilhelmsburg im August gegeben.

Diese Aktivitäten, diesen Ansatz möchten wir unterstützen. Bis September vergeht noch viel Zeit. Wahrscheinlich dürfen schon bald Konzerte, Aufführungen und Performances vor 50 oder 100 Menschen stattfinden. Doch kann die Werbung dafür nur sehr kurzfristig ansetzen. Mit den Veranstaltungen ist ein erhebliches finanzielles Risiko verbunden. Damit sie trotzdem stattfinden können, beantragen wir, seitens der Stadt die Einnahmen aller nichtkommerziellen Kulturveranstaltungen in Ulm mit einheimischen Organisatoren oder Künstlerinnen und Künstler bis zum 1. Oktober mit derselben Summe noch einmal zu unterstützen. Selbstverständlich müssten mögliche Förderungen von Bund und Land hierbei berücksichtigt werden.

Diese städtische Unterstützung kommt Künstlerinnen und Künstlern zugute, vor allem aber der Ulmer Bevölkerung, die so nicht ganz auf den Ulmer Kultursommer 2020 verzichten muss.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Ansbacher
Fraktionsvorsitzender

Martin Rivoir MdL
Stadtrat

Dr. Dagmar Engels
stv. Fraktionsvorsitzende

Eva-Maria Glathe-Braun
Stadträtin

Anja Hirschel
Stadträtin

Dorothee Kühne
Stadträtin

Dr. Haydar Süslü
stv. Fraktionsvorsitzender

 

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