
interfraktioneller Antrag: Sparbuch Bildung für Schulbauprojekte
8. Juli 2026SPD-Stadträtin Dorothee Kühne über die Ladenzeile Stifterweg am Eselsberg


Endlich hat es die Bürgerschaft am Eselsberg geschafft!
Durch beharrliches dranbleiben mussten sich Stadtverwaltung und Gemeinderat mit dem Eselsberg und seinem Zentrum im Bauausschuss beschäftigen. Mal wieder muss man sagen, denn ca. alle 10 Jahre erinnert das Stadtteilforum, bis vor kurzem die RPG Eselsberg, daran, dass endlich was passieren muss in der Ladenzeile am Stifterweg/Trollingerweg. Manch einer erinnert sich vielleicht noch an die ersten Jahrzehnte in den 60er Jahren: mehrere Bäcker, Metzger, Supermärkte, Schreibwarengeschäft, Blumenladen, Friseure und Bankfilialen waren der Ort am Eselsberg, wo man sich für den täglichen Bedarf problemlos versorgen konnte. Gewiss, nicht nur am Eselsberg hat sich diesbezüglich viel geändert. Die großen Einkaufszentren, auch in unserer Nachbarschaft in der Blaubeurer Straße und seit einigen Jahren auch das Internet haben die Welt des Einzelhandels und damit der Nahversorgung gravierend verändert. Trotz deutlicher Zunahme der Wohnbebauung am Eselsberg mit tausenden von neuen Bewohnern, beispielhaft in den 70er Jahren mit der Neuen Heimat und der Nachverdichtung in den 90er Jahren, mit dem „ Neuen Eselsberg“, zuletzt dann verstärkt auf dem ehemaligen Kasernengelände „Am Weinberg“und schließlich demnächst entlang der Straßenbahn am Mähringer Weg konnte diese nachteilige Entwicklung nicht aufgehalten werden. Und dennoch:Es gibt einige, eben leider zu wenige, Leuchttürme in der Ladenzeile, die standhaft geblieben sind: Apotheke,Metzger, Bäcker, Sparkasse, Bibliothek und auch das Dienstleistungszentrum der Stadt. Einmal in der Woche ein kleiner Markt mit regionalen Angeboten und immer wieder Aktionen der engagierten Bürgerschaft, Flohmarkt und Christbaumloben, beweisen, dass der Stifterweg mehr Potential hätte! Aus eigener Kraft ist es aber aus Sicht der SPD Fraktion nicht zu schaffen, die Stadt muss einen Anschub leisten, eine Initialzündung, wenn sie es ernst meint. Unser Oberbürgermeister Martin Ansbacher hat uns bei seinen Besuchen ermuntert und seine Unterstützung zugesagt. Es muss aber einiges zusammenkommen, dass es diesmal wirklich klappt. Dass die Stadt ein Vorkaufsrecht hat, kann sinnvoll sein. Insbesondere dann, wenn Interessenten mit guten Konzepten und viel Tatkraft einsteigen können. Eigentlich hat der Gemeinderat verstanden, dass dringender Handlungsbedarf gegeben ist. Umsonst und von alleine passiert aber nichts. Ein Projekt mit einer neuen Stadtteilbibliothek, wie sie in Böfingen geplant ist und am Weststadthaus seit Jahren schon selbstverständlich ist, könnte durch deutlich mehr Angebote und dadurch Präsenz einen Dominoeffekt auslösen. Ergänzt durch geeigneten Wohnungbau für Familien würde die Ladenzeile ganz von alleine lebendiger! Ein Traum? Hoffentlich nicht! Darauf arbeiten wir hin! Der Eselsberg ist demnächst der größte Ulmer Stadtteil und er kann nur funktionieren mit einem leistungsfähigen attraktiven Zentrum!
