
Interfraktioneller Antrag von SPD-und kjt-Fraktion: Parksituation der Gesundheitsmitarbeitenden
17. März 2026
Antrag: Vergabe Baufeld C3 im Baugebiet Am Weinberg
18. März 2026Interfraktioneller Antrag von GRÜNE-, SPD- und kjt-Fraktion: Förderung der Schuldenprävention bei Jugendlichen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
die Schuldenprävention der Diakonischen Bezirksstelle Ulm leistet an Ulmer Schulen einen
wichtigen Beitrag zur finanziellen Bildung junger Menschen. In praxisnahen Workshops lernen
Schüler*innen, welche Kosten im Alltag wirklich anfallen, wie Abonnements funktionieren,
worauf man im Kleingedruckten achten sollte und welche Risiken bei Verträgen, Onlinekäufen
oder Konsumkrediten bestehen. Das Angebot stößt auf großes Interesse: Schulen fragen die
Termine aktiv nach, allein im Jahr 2025 fanden rund 20 Veranstaltungen statt. Die Anfragen
von Schulen steigen stetig und diejenigen, die das Angebot bereits nutzen, fragen fast alle
wieder für das neue Schuljahr an. Frühzeitige Prävention hilft, Überschuldung zu vermeiden
und stärkt die Eigenverantwortung junger Menschen im Umgang mit Geld. Auch das
dazugehörige Finanzkompetenztraining im Haus des Jugendrechts unterstützt straffällig
gewordene Jugendliche in ihrer Resozialisierung und beugt weiteren Straftaten vor.
Bei Jugendlichen, die bereits verschuldet sind, häufen sich psychische Probleme und soziale
Isolation. Durch das Präventionsangebot erhalten auch diese Jugendlichen wieder eine
Perspektive, da sie einen Ausweg aufgezeigt bekommen. Das ist bei der steigenden Zahl der
Verschuldung Jugendlicher, 2025 betrug der Prozentsatz 20%, unbedingt nötig. Dieses
Angebot trägt also dazu bei, weitere Kosten innerhalb der Jugendhilfesysteme zu vermeiden.
Die städtische Förderung dieser Prävention der Diakonischen Bezirksstelle Ulm. Die
Finanzierung erfolgte bisher immer zum laufenden Schuljahr und läuft Ende des Schuljahres
2025/26 aus. Die Diakonische Bezirksstelle alleine kann dieses wichtige Angebot nicht
selbstständig aufrechterhalten, obwohl es maßgeblich zur finanziellen Bildung der Ulmer
Schüler*innen und Jugendlichen beiträgt. Es ist das einzige Angebot dieser Art in Ulm. Wir
beantragen daher, dass die Stadt Ulm die Schuldenprävention an den Schulen durch einen
Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro an die Diakonische Bezirksstelle Ulm unterstützt, damit
dieses bewährte Angebot weiterhin stattfinden kann. So wird es möglich, junge Menschen
frühzeitig für einen verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit Geld zu
sensibilisieren.
Prävention ist eine Investition, die sich langfristig auszahlt, sowohl für die Jugendlichen als
auch für die Stadtgesellschaft.
Mit freundlichen Grüßen
Für die GRÜNE Fraktion – Yelizaveta Strelkowa
Für die SPD-Fraktion – Larissa Heusohn
Für die kjt-Fraktion – Annemarie Brückner
