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Antwort des OB zum Eichenprozessionsspinner

Der Oberbürgermeister hat unsere Anfrage zur Raupe des Eichenprozessionsspinners detailliert beantwortet:

Eichenprozessionsspinner

Ihre Anfrage vom 11. April 2013

Sehr geehrte Frau Stadträtin Adler,
sehr geehrte Frau Stadträtin Dr. Grimm,
sehr geehrter Herr Stadtrat Kriechbaum,

nach Information durch VGV/GF und Li Forst ergibt sich zum Eichenprozessionsspinner folgendes Bild.

Im Bereich der Grünflächen tritt der Eichenprozessionsspinner (EPS) mehr oder weniger regelmäßig auf. Die Hauptvorkommen liegen in den Bereich Wiblingen- Donautal, der Friedrichsau und am Kuhberg. Im Jahr 2008 hatte VGV/GF ein ziemliches Problem mit dem plötzlichen Auftreten des Insektes und musste viele Nester absaugen lassen. Seit 2009 werden die Gebiete, in denen der EPS aufgetreten ist, mit Dipel ES gespritzt. Dipel ES ist ein biologisches Präparat mit dem Wirkstoff Bacillus thuringiensis, das die Schmetterlingsraupen bei Fressen aufnehmen. Für den Menschen ist das Mittel ungefährlich. Zurzeit müssen ca. 120 Bäume gespritzt werden. Die jährlichen Kosten für diese Präventivmaßnahme belaufen sich auf ca. 2.500€. Seit 2009 werden nur noch ganz vereinzelt Nester abgesaugt. Die Behandlung mit Dipel ES gibt keinen l00%- gen Schutz, die Erfolgsquote liegt laut Literatur bei ca. 90%. Ein weiteres Präparat, das gegen den EPS eingesetzt werden kann
ist Neem Protect, das aus dem Neembaum gewonnen wird.

Im Wald tritt der Eichenprozessionsspinner bisher nur sehr sporadisch und punktuell auf. Nur in wenigen Einzelfällen (in der Nähe von Spielplätzen oder an viel begangenen Spazierwegen) waren bisher Schutzmaßnahmen (Spritzen der betroffenen Bäume bzw. Absaugen oder Abbrennen der Nester notwendig. Die kritischen Stellen werden regelmäßig überwacht.

Mit freundlichen Grüßen
Ivo Gönner