
SPD-Stadträtin Dorothee Kühne über die Ladenzeile Stifterweg am Eselsberg
8. Juli 2026SPD-Stadträtin Larissa Heusohn über ein grüneres, kühleres und lebenswertes Ulm

Cover: Stadtteilblättle Mitte-Ost und Neustadt (Ausschnitt)
Wie soll Ulm in Zukunft aussehen? Diese Frage beschäftigt uns als SPD-Fraktion ganz konkret.
Denn die Auswirkungen des Klimawandels sind auch bei uns längst spürbar: heiße Sommer, auf
geheizte Plätze und längere Trockenphasen. Gerade in der Innen- und Oststadt Ulms, wo viele
Menschen auf engem Raum leben, braucht es deshalb gute Ideen, damit unsere Stadt auch in
Zukunft lebens- und liebenswert bleibt. Für uns ist dabei klar: Klimaanpassung bedeutet
nicht Verzicht. Im Gegenteil. Sie ist eine Chance, Ulm noch attraktiver zu machen. Mehr Grün,
mehr Schatten und mehr Aufenthaltsqualität kommen schließlich allen zugute – Familien,
Senior*innen, Kindern, Tieren und allen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass öffentliche Räume neu gedacht werden. Ein gutes Beispiel
ist die geplante Umgestaltung des Wengenviertels. Weniger Durchgangsverkehr, mehr Begeg
nungsräume, zusätzliche Stadtbegrünung und eine höhere Aufenthaltsqualität können hier ei
nen echten Mehrwert für Ulms Innenstadt schaffen. Besonders wichtig ist uns dabei, dass neue
Flächen entsiegelt werden, damit Regenwasser versickern kann und die sommerliche Hitze redu
ziert wird. Und all das muss barrierefrei gestaltet werden, damit wirklich alle Menschen von diesen
Verbesserungen profitieren. Wir freuen uns, dass an vielen Stellen bereits in diese Richtung gedacht wird.
Im Zuge der Neugestaltung des Ehinger Tors sollen 40 neue Bäume gepflanzt werden. Und bei der Wendeanlage
am Donaustadion hat die SWU angekündigt, für jeden gefällten Baum drei neue zu setzen. Das sind
wichtige Schritte für ein besseres Stadtklima. Als SPD-Fraktion möchten wir aber noch weitergehen.
Deshalb haben wir – gemeinsam mit der kjt-Fraktion – erneut beantragt, den Einsatz von Sprühnebelanlagen in Ulm zu prüfen.
Gerade an Hitzespots wie der Hirschstraße oder in Quartieren wie dem Wengenviertel könnten sie in Verbindung
mit kleinen Parklets, zusätzlichen Grünflächen und schattigen Sitzgelegenheiten für eine spürbare Abkühlung sorgen.
Solche Orte laden zum Verweilen ein und machen die Stadt auch an heißen Tagen erlebbar. Besonders wichtig ist uns aber,
dass Klimaanpassung nicht nur „von oben“ gedacht wird. Projekte wie „Ulm blüht“ auf dem Kreuz zeigen, wie viel entstehen kann,
wenn Bürger*innen selbst aktiv werden. Bepflanzte Blumenkübel und kleine grüne Oasen verschönern das Quartier und stärken
gleichzeitig das Miteinander. Wir finden: Solche Initiativen verdienen Unterstützung. Wir als SPD-Fraktion setzen uns dafür ein,
dass Ulm den Wandel aktiv gestaltet – mit mehr Grün statt Grau, mit Orten der Begegnung statt versiegelter Flächen und mit einer
Stadtentwicklung, die Klimaschutz, Klimaanpassung und soziale Teilhabe zusammenbringt.
Denn eine lebenswer te Stadt entsteht dann, wenn Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gemeinsam anpacken.
Und genau dazu möchten wir einladen.
